Klaviyo ist kostenlos bis 250 aktive Profile und 500 E-Mails im Monat. Darüber zahlst du nach Listengröße: Klaviyos Preisrechner zeigt für 500 aktive Profile 20 US-Dollar im Monat für E-Mail, mit 5.000 E-Mails im Monat. Was die Rechnung am stärksten bewegt, ist die Frage, welche Kontakte als „aktiv” zählen, und das sind in einem Shop meistens mehr als die Abonnenten. Stand aller Angaben: 08.10.2026, Quelle sind Klaviyos Preisseite mit Preisrechner und das Klaviyo-Hilfecenter.
Drei Posten, die getrennt abgerechnet werden
Wie bei jedem Marketingkanal setzen sich die Kosten aus Teilen zusammen, die sich unterschiedlich verhalten:
- Das Werkzeug. Klaviyo selbst, monatlich direkt an Klaviyo bezahlt. Der Betrag wächst mit deiner Liste, nicht mit deinem Umsatz.
- Die Einrichtung. Shop anbinden, Absenderdomain einrichten, Anmeldeformulare bauen, die ersten Strecken schreiben und testen. Einmalig, aber nicht klein.
- Die laufende Arbeit. Strecken an Sortiment und Saison anpassen, Kampagnen schreiben und versenden, Listen pflegen, auswerten.
Anders als bei bezahlten Anzeigen gibt es hier kein Werbebudget. Das macht E-Mail zum günstigsten Kanal im laufenden Betrieb, aber nicht zum kostenlosen: Den größten Anteil hat in der Regel die Arbeit, nicht das Werkzeug. Die gleiche Trennung für Anzeigen steht in Was kosten Meta Ads?.
Der Gratis-Tarif und wo er endet
Klaviyos Gratis-Tarif ist kein Testzeitraum, sondern ein dauerhafter Tarif mit festen Grenzen. Laut Preisseite enthält er:
- bis zu 250 aktive Profile,
- 500 E-Mails im Monat,
- Mobile Messaging im Wert von 5 US-Dollar im Monat,
- Anmeldeformulare, Vorlagen, Automatisierungen, Segmente und Berichte.
Zwei Einschränkungen stehen weiter unten auf derselben Seite. Erstens: Wird eine der beiden Grenzen überschritten, kann bis zum nächsten Abrechnungszeitraum oder bis zum Wechsel in einen bezahlten Tarif nichts mehr versendet werden. Das betrifft auch automatisierte Strecken. Eine Warenkorbabbruch-Mail, die nicht rausgeht, weil das Monatskontingent am 20. verbraucht ist, fällt niemandem auf, bis jemand nachsieht. Zweitens: E-Mail-Support gibt es nur in den ersten 60 Tagen, danach bleiben Hilfecenter und Community.
500 E-Mails im Monat sind schnell erreicht. Eine Willkommensstrecke mit drei Mails an 100 neue Anmeldungen verbraucht 300 davon, bevor auch nur ein Newsletter verschickt wurde. Für einen Shop, der gerade startet, reicht der Tarif zum Einrichten und Ausprobieren. Für einen laufenden Shop mit regelmäßigem Versand reicht er nicht.
Bezahlt wird nach aktiven Profilen, und das sind mehr als deine Abonnenten
Der bezahlte E-Mail-Tarif richtet sich nach zwei Größen: der Zahl der aktiven Profile im Konto und der Zahl der versendeten E-Mails. Die zweite hängt an der ersten. Laut Klaviyo-Hilfe liegt das Versandlimit beim Zehnfachen der Profilzahl des Tarifs. Ein Tarif für 500 Profile erlaubt also bis zu 5.000 E-Mails im Abrechnungszeitraum, egal wie sie sich auf die Empfänger verteilen. Der Preisrechner weist für 500 Profile dieselben 5.000 E-Mails aus.
Entscheidend ist die Definition. Als aktiv zählt laut Klaviyo jedes Profil, das sich per E-Mail erreichen lässt, unabhängig vom Einwilligungsstatus. Dazu gehören zwei Gruppen:
- Abonnenten, die sich über ein Formular angemeldet oder auf anderem Weg ausdrücklich eingewilligt haben.
- Profile aus allgemeiner Interaktion, also Leute, die ihre Adresse zum Beispiel im Checkout eingegeben oder dort einen Kauf abgebrochen haben, ohne sich für Werbung anzumelden.
Shop-Anbindungen wie Shopify oder WooCommerce legen laut Klaviyo beide Gruppen automatisch an. Für einen Shop bedeutet das: Jeder Checkout mit eingetippter Adresse kann ein abrechenbares Profil erzeugen. Ob du diesen Kontakten Werbung schicken darfst, ist eine ganz andere Frage. Klaviyo zählt sie trotzdem mit. Warum du einem Warenkorbabbrecher ohne Einwilligung in der Regel keine Werbemail schicken darfst, steht in Warenkorbabbruch-Flow.
Klaviyo rechnet nach erreichbaren Kontakten ab, nicht nach Abonnenten. Jede Adresse aus dem Checkout kann zählen, auch ohne Einwilligung in Werbung. Wer seine Liste nicht pflegt, zahlt jeden Monat für Kontakte, die nie wieder etwas kaufen und die er teils gar nicht anschreiben darf.
Zwei Regeln aus der Abrechnungshilfe gehören dazu:
- Hochgestuft wird automatisch. Liegt die Zahl der aktiven Profile am Ende eines Abrechnungszeitraums über dem Tarif, stuft Klaviyo dich in einen passenden Tarif hoch. Abgerechnet wird monatlich im Voraus.
- Heruntergestuft wird nicht automatisch. Sinkt die Profilzahl, musst du den kleineren Tarif selbst wählen, und zwar mehr als 24 Stunden vor Beginn des nächsten Zeitraums. Bis die Profilzahl nach einer Bereinigung aktualisiert ist, können laut Klaviyo bis zu 72 Stunden vergehen. Für einen Wechsel mitten im Zeitraum gibt es keine Erstattung.
Was mitzählt, regelt Klaviyo genau. Zugestellte und zurückgewiesene E-Mails belasten das Versandkontingent, übersprungene nicht. Die Bestätigungsmail beim Double-Opt-In zählt in keinem Tarif mit. Das ist gut zu wissen, denn ohne sie fehlt dir in der Praxis der übliche Nachweis der Einwilligung. Wie die Anmeldung sauber aufgebaut wird, steht in Welcome-Strecke aufbauen.
Wie du die Klaviyo-Rechnung klein hältst
Der wirksamste Hebel ist keine Verhandlung, sondern Listenpflege. Profile, die unterdrückt sind, zählen nicht zum Abrechnungsumfang. Das gilt auch für abgemeldete und gelöschte Profile. Klaviyo unterdrückt manche Profile von selbst, zum Beispiel nach einem harten Bounce oder nach mehr als sieben weichen Bounces in Folge. Bei den übrigen entscheidest du selbst.
Klaviyo unterscheidet dabei zwei Dinge, die oft verwechselt werden:
| Ziel | Wer | Was passiert |
|---|---|---|
| Zustellbarkeit schützen | mindestens 5 Mails erhalten, 90 Tage weder geöffnet noch geklickt | vom regelmäßigen Versand ausnehmen, nicht unterdrücken |
| Abrechnung entlasten | lange im Konto und nie aktiv: kein Öffnen, kein Klick, kein Besuch, kein Kauf | nach einer letzten Rückgewinnungsstrecke unterdrücken |
Für die zweite Gruppe schlägt Klaviyo selbst ein Segment vor: Profile, die vor mindestens 180 Tagen angelegt wurden, in den letzten 72 Wochen mindestens fünf E-Mails erhalten haben und noch nie geöffnet, geklickt, die Seite besucht, ein Produkt angesehen, einen Checkout begonnen oder gekauft haben. Wer in diesem Segment landet, hat mit deinem Shop praktisch nichts zu tun. Ein Haken ist dabei: Ein unterdrücktes Profil bleibt unterdrückt, auch wenn die Person später im Shop kauft. Erst eine neue Anmeldung hebt das wieder auf. Klaviyo warnt deshalb selbst davor, zu früh zu unterdrücken.
Die erste Gruppe gehört zur Zustellbarkeit, nicht zur Rechnung. Wer an viele Leute sendet, die nicht reagieren, landet bei Gmail und Co. schneller im Spam. Wie das zusammenhängt, steht in E-Mail-Zustellbarkeit.
SMS, WhatsApp und Zusatzprodukte
Alles, was nicht E-Mail ist, rechnet Klaviyo getrennt ab. Laut Abrechnungshilfe gilt:
- Mobile Messaging (SMS, MMS, WhatsApp, RCS) wird als Monatsguthaben im Voraus gebucht. Nicht genutztes Guthaben verfällt am Monatsende. Der Preis je Nachricht hängt von Kanal, Empfängerland und Länge ab. Jedes Konto bekommt 5 US-Dollar im Monat ohne Aufpreis. Auch fehlgeschlagene Zustellungen kosten Guthaben.
- WhatsApp rechnet Klaviyo wie Meta je zugestellter Vorlagen-Nachricht ab, nicht je Unterhaltung. Die aktuellen Sätze stehen im eigenen Konto auf der Abrechnungsseite.
Dazu kommen Produkte, die mit E-Mail-Strecken nichts zu tun haben, aber im selben Konto gebucht werden. Die Einstiegspreise laut Klaviyo-Hilfe:
| Produkt | abgerechnet nach | Einstieg laut Klaviyo |
|---|---|---|
| Customer Hub | aktive Profile | 20 US-Dollar/Monat bis 10.000 Profile |
| Helpdesk | Support-Tickets | 10 US-Dollar/Monat bis 50 Tickets |
| Customer Agent | gelöste Unterhaltungen | 50 US-Dollar/Monat bis 75 Unterhaltungen |
| Marketing Analytics | aktive Profile | 100 US-Dollar/Monat bis 13.500 Profile |
| Reviews | Bestellungen im Monat | nur Shopify und WooCommerce |
Für Willkommens-, Warenkorbabbruch- und Nachkauf-Strecken brauchst du keines davon. Wer sie nicht bewusst bucht, zahlt sie nicht.
Was Einrichtung und Betreuung bei systemADic kosten
Bei systemADic gibt es für E-Mail und Klaviyo drei Stufen. Sie unterscheiden sich im Umfang, nicht im Werbebudget, denn ein solches hat dieser Kanal nicht:
| Stufe | Monatlich | enthalten |
|---|---|---|
| Flows | 149 € | Welcome, Warenkorbabbruch, Nachkauf, laufend gepflegt, keine Kampagnen |
| Flows & Kampagnen | 449 € | dazu zwei Kampagnen im Monat, Segmentierung nach Kaufverhalten, Monatsbericht |
| Vollbetreuung | 849 € | dazu weitere Strecken, A/B-Tests, Listen- und Zustellbarkeitspflege |
Dazu kommt einmalig 690 € Einrichtung für die drei Strecken. Laufzeit und Kündigung stehen auf der Preisseite. Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet. Die Klaviyo-Rechnung kommt in jedem Fall obendrauf und geht direkt an Klaviyo, nicht über uns. Was in den Stufen im Einzelnen steckt, steht auf der Seite zu E-Mail und Klaviyo.
Eine Sache sagen wir dazu offen: Die Stufe für 149 € enthält keine Kampagnen. Die Strecken laufen, aber niemand schreibt der Liste regelmäßig. Das ist der häufigste Grund, warum ein Shop trotz eingerichteter Strecken wenig aus seiner Liste holt. Wer nur die Strecken bucht, sollte wissen, dass der Newsletter dann bei ihm selbst liegt. Listenpflege steckt erst in der Vollbetreuung. In den kleineren Stufen bleibt die Frage aus dem Abschnitt oben deshalb bei dir: Wer räumt die Profile auf, für die Klaviyo jeden Monat Geld nimmt?
Was wir an dieser Stelle offenlegen
Veröffentlichbare Ergebnisse auf diesem Kanal haben wir noch nicht. Unsere Monatsstufen oben haben wir aus dem beschriebenen Monatsaufwand hergeleitet, nicht aus Ergebnissen bei Kunden. Wir können dir sagen, wie viel Arbeit drinsteckt, aber nicht, was sie in deinem Shop bringt.
Womit man realistisch rechnen sollte
Aus Klaviyos eigenen Angaben ergeben sich vier Dinge: Der Gratis-Tarif endet bei 250 aktiven Profilen oder 500 E-Mails im Monat. Für 500 Profile nennt Klaviyo 20 US-Dollar im Monat. Das Versandlimit liegt beim Zehnfachen der Profilzahl. Und als aktiv zählt jeder erreichbare Kontakt, nicht nur jeder Abonnent. Alles darüber hinaus hängt an deiner Liste. Was ein Tarif für deine Profilzahl kostet, zeigt Klaviyos Rechner genauer als jede Tabelle, die du anderswo findest.
Für die Praxis heißt das: Vor dem Wechsel in einen bezahlten Tarif die aktive Profilzahl im eigenen Konto prüfen und nicht die Zahl der Abonnenten. Inaktive Profile vom Versand ausnehmen und lange inaktive nach einer letzten Rückgewinnungsmail unterdrücken. Den kleineren Tarif nach einer Bereinigung selbst wählen, rechtzeitig vor dem Stichtag. Und SMS oder Zusatzprodukte erst buchen, wenn die E-Mail-Strecken laufen und man weiß, was sie bringen.
Häufige Fragen
Ist Klaviyo kostenlos?
Bis zu einer Grenze, ja. Der Gratis-Tarif umfasst laut Klaviyos Preisseite bis zu 250 aktive Profile und 500 E-Mails im Monat, dazu Mobile Messaging im Wert von 5 US-Dollar im Monat. Wird eine der beiden Grenzen überschritten, kann bis zum nächsten Abrechnungszeitraum oder bis zum Wechsel in einen bezahlten Tarif nichts mehr versendet werden. E-Mail-Support gibt es im Gratis-Tarif nur in den ersten 60 Tagen.
Wonach rechnet Klaviyo ab?
Nach der Zahl der aktiven Profile, also aller Kontakte, die Klaviyo per E-Mail erreichen kann, und nach dem Versandvolumen. Als aktiv zählen laut Klaviyo nicht nur Abonnenten, sondern auch Kontakte, die ihre Adresse zum Beispiel im Checkout angegeben haben, ohne sich für Werbung anzumelden. Unterdrückte, abgemeldete oder gelöschte Profile zählen nicht.
Was kostet der günstigste bezahlte Klaviyo-Tarif?
Klaviyos Preisrechner zeigt für 500 aktive Profile 20 US-Dollar im Monat für E-Mail, mit 5.000 E-Mails im Monat. Was ein Tarif für größere Listen kostet, zeigt derselbe Rechner auf Klaviyos Preisseite, wenn du die Profilzahl verschiebst. SMS und andere mobile Kanäle kommen getrennt dazu. Stand: 08.10.2026.
Was kostet WhatsApp oder SMS über Klaviyo?
Mobile Messaging wird getrennt vom E-Mail-Tarif als Monatsguthaben gebucht und im Voraus bezahlt. Nicht genutztes Guthaben verfällt am Monatsende. Der Preis je Nachricht hängt von Kanal und Empfängerland ab; WhatsApp rechnet Klaviyo je zugestellter Vorlagen-Nachricht ab. Die aktuellen Sätze stehen im eigenen Konto auf der Abrechnungsseite.
Was kostet die Klaviyo-Betreuung bei systemADic?
Einmalig 690 € Einrichtung, danach 149 €, 449 € oder 849 € im Monat, je nachdem, ob nur die drei Strecken gepflegt werden, zusätzlich zwei Kampagnen im Monat dazukommen oder die volle Betreuung mit weiteren Strecken, Tests und Listenpflege. Die Klaviyo-Rechnung zahlst du direkt an Klaviyo. Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.