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Was kosten Google Ads? Werbebudget und Betreuung getrennt gerechnet

Google Ads kosten dich zweimal: einmal das Werbebudget, das direkt an Google geht, und einmal das Honorar für denjenigen, der das Konto baut und pflegt. Beim Honorar lassen sich Zahlen nennen. Beim Werbebudget nicht — dort gibt es keine Preisliste, sondern eine Auktion, die bei jeder einzelnen Suchanfrage neu läuft. Was sich trotzdem seriös sagen lässt: wo die praktische Untergrenze liegt und wie du für deine eigenen Suchbegriffe an belastbare Schätzungen kommst.

Warum hier keine Klickpreistabelle steht

Es gibt im Netz viele Tabellen mit durchschnittlichen Klickpreisen nach Branche. Wir drucken keine ab, und zwar aus zwei Gründen.

Erstens mitteln sie über fremde Konten in fremden Märkten — meistens US-amerikanische, meistens in Dollar, meistens ohne Angabe, aus welchem Zeitraum und aus wie vielen Konten die Zahl stammt. Zweitens beschreibt Google selbst, warum ein Durchschnitt hier wenig aussagt: Anzeigen durchlaufen vor jeder Auslieferung eine Auktion. Welche Anzeige erscheint und an welcher Position, hängt am Anzeigenrang — und der entsteht aus Gebotsbetrag, Qualität von Anzeige und Landingpage, Anzeigenrang-Grenzwerten, Wettbewerbsfähigkeit der Auktion, Kontext der Suchanfrage sowie der voraussichtlichen Wirkung von Assets und Anzeigenformaten (Google-Ads-Hilfe, Stand 22.09.2026). Der Vorgang wiederholt sich bei jeder Suche. Zwei Shops mit demselben Gebot zahlen deshalb nicht denselben Preis. Bei Performance Max kommt erschwerend hinzu, dass eine einzige Kampagne sechs Flächen bespielt und am Ende eine Zahl meldet — was das für die Zuordnung heißt, steht in Performance Max für Shops.

Die praktische Folge steht ebenfalls in Googles Dokumentation, und sie ist die gute Nachricht in diesem Abschnitt: Selbst wenn Mitbewerber höher bieten, kannst du mit besseren Anzeigen und besseren Landingpages eine höhere Position zu einem niedrigeren Preis erzielen.

Der Klickpreis ist kein Marktpreis, sondern ein Ergebnis. Er entsteht aus deinem Gebot mal der Qualität deiner Anzeigen und Zielseiten. Wer nur am Gebot dreht, kauft teuer ein; wer an der Seite arbeitet, senkt den Einkaufspreis dauerhaft.

Wie du an deine eigene Zahl kommst

Statt zu schätzen, kannst du fragen. Der Keyword-Planer ist in jedem Google-Ads-Konto enthalten und liefert dir für deine eigenen Suchbegriffe zweierlei: Schätzungen zur Zahl der monatlichen Suchanfragen und Schätzungen zu den Kosten, wenn du auf diese Anfragen ausgerichtet bist. Beides für deine Region und deine Sprache.

Das ist kein Orakel, und Google sagt das auch: Die tatsächliche Leistung hängt von Gebot, Budget, Anzeigenqualität, geografischem Targeting, Produkt und Kundenverhalten ab. Aber eine Schätzung aus Googles eigenen Auktionsdaten für deine Begriffe ist um Klassen näher an der Wahrheit als ein Branchendurchschnitt aus einem anderen Kontinent.

Konkret brauchst du drei Zahlen, bevor du über Budget redest:

  • Suchvolumen deiner wichtigsten generischen Begriffe — gibt es die Nachfrage überhaupt?
  • Geschätzte Kosten für diese Begriffe — was kostet ein Klick ungefähr?
  • Deine Conversion-Rate aus dem Shop — wie viele Klicks werden zu Käufen?

Aus Klickpreis geteilt durch Conversion-Rate ergibt sich, was dich ein Kauf über Anzeigen ungefähr kostet. Erst diese Zahl lässt sich mit deinem Deckungsbeitrag vergleichen. Wie man damit weiterrechnet, steht in Was ist ein guter ROAS oder CPA?.

Die Untergrenze kommt aus der Mechanik, nicht vom Dienstleister

Google schreibt kein Mindestbudget vor. Trotzdem gibt es eine Schwelle, unterhalb derer das System nicht arbeiten kann — und sie folgt aus der Funktionsweise automatischer Gebotsstrategien.

Wenn sich eine Gebotsstrategie neu kalibrieren muss, zeigt Google den Status „Lernt” an. Wie lange dieser Zustand dauert, hängt laut Google-Ads-Hilfe von drei Dingen ab: der Zahl der Conversions, der Länge deiner Conversion-Zyklen (also der Zeit zwischen Klick und Kauf) und der gewählten Strategie. Als Größenordnung nennt Google bis zu etwa 50 Conversion-Ereignisse oder drei Conversion-Zyklen, bis eine Strategie an ein neues Ziel angepasst ist.

Daraus lässt sich rückwärts rechnen, und das ist die ehrlichste Budgetempfehlung, die es zu diesem Kanal gibt: Du brauchst genug Werbebudget, um innerhalb eines überschaubaren Zeitraums in die Nähe dieser Conversion-Zahl zu kommen. Kostet dich ein Kauf über Anzeigen 30 €, sind 50 Conversions rund 1.500 € — Geld, das du ausgibst, bevor das System überhaupt eingependelt ist. Kostet er 80 €, ist es entsprechend mehr.

Wir nennen 500 € Werbebudget im Monat als untere Kante, ab der dieser Kanal für einen Shop sinnvoll wird. Darunter frisst jede Betreuungsgebühr den Effekt auf, und die Gebotsstrategie bekommt zu wenige Signale, um mehr zu tun als zu raten. Diese Zahl ist unsere Einschätzung, keine Google-Vorgabe — und sie steht so auch auf der Leistungsseite zu Google Ads.

Wer eine kontospezifische Zahl will, bekommt sie beim Anlegen einer Performance-Max-Kampagne: Google zeigt dort bis zu drei empfohlene Budgetstufen (niedrig, mittel, hoch), berechnet aus deinen Kampagneneinstellungen und deinem Kontoverlauf. Die niedrigste Stufe ist laut Google das empfohlene Mindestbudget für diese Kampagne.

Block zwei: Was die Betreuung kostet

Beim Honorar bestimmt das Modell den Preis — selbst machen, Freelancer, Agentur, Festanstellung oder ein Paketanbieter mit festem Umfang. Welches Modell zu welcher Situation passt, ist in Agentur, Freelancer oder selbst machen? durchgerechnet; die Logik ist bei Google dieselbe wie bei Meta, auch wenn die Arbeit eine andere ist.

Der Unterschied zu Meta liegt in dem, wofür du bezahlst. Bei Meta ist der größte Hebel die Menge an getesteten Motiven. Bei Google ist es Kontopflege: Suchbegriffsberichte durchgehen und ausschließen, was nicht passt, Markenanfragen von generischen trennen, den Produktdatenfeed sauber halten, Gebotsstrategien nachziehen. Das ist unspektakuläre, wiederkehrende Arbeit — und der Grund, warum gepflegte Konten günstiger einkaufen als vergessene. Ob die bisherige Betreuung das leistet, siehst du am schnellsten im Suchbegriffsbericht der letzten 90 Tage — dieser Test und das, was beim Anbieterwechsel technisch hängt, stehen in Google-Ads-Agentur wechseln.

Unsere Preise stehen offen da, statt „auf Anfrage”:

StufeMonatlichEmpfohlenes WerbebudgetWas dazukommt
Starter590 €500–3.000 €/MonatSearch und Shopping getrennt, monatlicher Takt
Growth1.090 €3.000–10.000 €/MonatPerformance Max mit Vergleichskampagne, 2-wöchentlich
Scale1.590 €ab 10.000 €/MonatLaufende Feedpflege, wöchentlicher Takt

Dazu einmalig 450 € Einrichtung — bei allen drei Stufen dieselbe. Darin enthalten sind der Kontocheck, die Trennung von Marken- und Generisch-Kampagnen, die Ausschlusslisten und die Prüfung des Conversion-Trackings. Es gibt keine Mindestlaufzeit: monatlich kündbar mit 14 Tagen Frist zum Monatsende. Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet. Der vollständige Leistungsumfang steht auf der Preisseite.

Buchst du mehrere Kanäle zusammen, sinkt die Monatssumme: ab zwei Kanälen mindestens 10 %, ab drei mindestens 15 %, ab vier mindestens 20 %. „Mindestens” deshalb, weil wir das Ergebnis anschließend auf einen runden Monatsbetrag abrunden — der tatsächliche Nachlass fällt dadurch meist etwas höher aus, nie niedriger. Die Einrichtung wird nur einmal berechnet, es zählt die höchste der gebündelten Einrichtungsgebühren.

Was im ersten Monat zusammenkommt

Ein Einstieg mit Starter und dem unteren Ende des empfohlenen Budgets sieht als Rechnung so aus:

PostenBetrag
Betreuung (Starter)590 € pro Monat
Werbebudget an Googleab 500 € pro Monat
Einrichtung (einmalig)450 €
Deine Gesamtausgaben im ersten Monatab 1.540 €
Ab Monat zweiab 1.090 € pro Monat

Von den 1.540 € des ersten Monats gehen 590 € Betreuung und 450 € Einrichtung an uns, ab 500 € direkt an Google. Die fette Zeile ist die Summe deiner Ausgaben, nicht unser Honorar.

Die Verteilung kippt mit wachsendem Budget: Bei 500 € Werbebudget geht der größere Teil an die Betreuung, bei 5.000 € ist es umgekehrt. Genau deshalb wird die Betreuung ab einer gewissen Größe zur besseren Investition — sie entscheidet, was mit dem größeren Posten passiert.

Einen Posten, den viele vergessen: Für Shopping und Performance Max im Einzelhandel muss das Google-Ads-Konto mit einem Merchant-Center-Konto verknüpft sein, und die Produktdaten müssen Googles Spezifikation entsprechen. Falsche oder fehlende Attribute führen laut Merchant-Center-Hilfe zu Ablehnungen und eingeschränkter Auslieferung. Ist dein Feed in schlechtem Zustand, fällt diese Arbeit an, bevor der erste Euro sinnvoll ausgegeben werden kann — unabhängig davon, wer die Kampagnen später steuert.

Ab wann sich die Rechnung überhaupt trägt

Die ehrlichste Kostenfrage ist nicht „Was kostet es?”, sondern „Ab welchem Punkt trägt es sich?”. Dafür brauchst du eine Zahl, die niemand außer dir kennt: deinen Deckungsbeitrag pro Bestellung — was nach Einkauf, Versand, Verpackung und Zahlungsgebühren übrig bleibt.

Diese Zahl ist bei Google besonders wichtig, weil der Kanal keine Nachfrage erzeugt, sondern vorhandene abholt. Wenn in deiner Kategorie kaum jemand sucht, hilft kein Budget. Wenn viel gesucht wird, aber der Klick teurer ist als deine Marge pro Bestellung hergibt, hilft auch kein Budget. Welcher Kanal zu welcher Ausgangslage passt, steht in Google Ads oder Meta Ads?. Für den jüngsten Suchkanal lässt sich dieselbe Rechnung noch gar nicht aufmachen, weil die Klickpreise dort unbekannt sind — warum, steht in Was kosten ChatGPT Ads?.

Manchmal lautet das Ergebnis dieser Rechnung: nicht jetzt. Das ist ein legitimes Ergebnis und billiger als drei Monate Testen mit einer Rechnung, die nicht aufgehen konnte.

Häufige Fragen

Was kosten Google Ads im Monat?

Zwei Posten: das Werbebudget, das direkt an Google geht, und das Honorar für die Betreuung. Beim Werbebudget gibt es keinen festen Klickpreis — Google versteigert jede Einblendung einzeln. Die praktische Untergrenze für einen Shop liegt bei etwa 500 € Werbebudget im Monat, weil automatische Gebotsstrategien darunter zu wenige Conversions bekommen, um zu lernen. Die Betreuung kommt getrennt dazu.

Wie viel kostet ein Klick bei Google Ads?

Das lässt sich nicht allgemein beantworten, und jede Tabelle, die es versucht, mittelt über fremde Konten. Der Preis entsteht in einer Auktion, die bei jeder einzelnen Suchanfrage neu läuft. Was du stattdessen tun kannst: im Keyword-Planer von Google für deine eigenen Suchbegriffe die Kostenschätzungen abrufen. Das sind Schätzungen, aber für deinen Markt und deine Region.

Gibt es bei Google Ads ein Mindestbudget?

Google schreibt keines vor, nennt dir aber beim Anlegen einer Performance-Max-Kampagne bis zu drei empfohlene Budgetstufen — niedrig, mittel, hoch —, berechnet aus deinen Kampagneneinstellungen und deinem Kontoverlauf. Die niedrigste Stufe ist laut Google das empfohlene Mindestbudget für diese Kampagne. Das ist eine kontospezifische Zahl und damit brauchbarer als jeder Branchendurchschnitt.

Was kostet Google-Ads-Betreuung bei systemADic?

Drei Stufen: Starter 590 € pro Monat, Growth 1.090 €, Scale 1.590 €. Dazu einmalig 450 € Einrichtung. Das Werbebudget kommt separat obendrauf und geht direkt an Google. Es gibt keine Mindestlaufzeit — monatlich kündbar mit 14 Tagen Frist zum Monatsende. Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.

Warum ist mein Klickpreis höher als der eines Mitbewerbers?

Weil der Anzeigenrang nicht nur aus dem Gebot besteht. Google nennt als Faktoren Gebotsbetrag, Qualität von Anzeige und Landingpage, Anzeigenrang-Grenzwerte, Wettbewerbsfähigkeit der Auktion, Kontext der Suchanfrage und die voraussichtliche Wirkung von Assets und Anzeigenformaten. Wer bessere Anzeigen und bessere Zielseiten hat, kann eine höhere Position zu einem niedrigeren Preis bekommen.

Wird Google Ads günstiger, wenn ich es mit Meta Ads zusammen buche?

Bei uns ja: Ab zwei Kanälen mindestens 10 %, ab drei mindestens 15 %, ab vier mindestens 20 % Nachlass auf die Monatssumme. „Mindestens“, weil wir das Ergebnis anschließend auf einen runden Monatsbetrag abrunden — der tatsächliche Nachlass fällt dadurch meist etwas höher aus, nie niedriger. Die Einrichtung wird nur einmal berechnet, es zählt die höchste der gebündelten Einrichtungsgebühren. Die Klickpreise bei Google ändert das nicht.